Erst mal was Grundsätzliches!
Nochmals ausdrücklich!
Wir sind für ein neues Stadthaus, haben immer die Notwendigkeit gesehen schnell eine neue Verwaltung zu bekommen und uns auch immer so geäußert. Unsere bisherigen Vorschläge berücksichtigten auch immer die Zeitkomponente!
1.)
Auch aktuell liegt es uns völlig fern, den Neubau zu verhindern! Wir sind bereits zu spät (verschleppt), was man in einer schon reduzierten Förderung durch das Land erkennen kann. Ein weiterer Verzug kann zu zusätzlichen Kürzungen der Förderung und Steigerung der Baukosten führen!
2.)
Alle Mitglieder des Rates, der Ausschüsse und Arbeitskreise sind dort ehrenamtlich tätig. Diese nimmt oft einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit ein. Immer im Einsatz für Geseke und seine Bewohner. Die Angehörigen der Verwaltung sind im Rahmen ihrer Arbeitsverträge tätig und werden somit dafür entlohnt.
Um Entscheidungen fundiert (und im besten Fall zeitnah) treffen zu können, sind alle zur Verfügung stehenden Informationen diesem Personenkreis durch die Verwaltung unverlangt zur Verfügung zu stellen. Nur dann ist eine Meinungsbildung unabhängig und sinnvoll möglich.
Informationen sind also eine Bringschuld!
3.)
Die im Folgenden dargestellten Fakten sind teilweise erst nach umfangreichen Recherchen ermittelt worden und damit nutzbar gewesen.
25. Februar 2025: Rat
In der Ratssitzung sollte auch über den aktuellen Stand der Grabungsarbeiten und dem Projektfortschritt berichtet werden.
Während die Verwaltung keinerlei Probleme sah, fragte die Fraktion der Grünen nach, warum denn vorliegende Informationen nicht zur Verfügung gestellt wurden.
Damit schlugen sie in die gleiche Kerbe wie wir.
Unsere im Artikel der Geseker Zeitung (siehe rechts) angesprochene Erklärung lautet wie folgt:
"Durch den letzten Pressebericht, eigene Recherchen und das vorgelegte, bereits angefragte, Material, sind wir als Fraktion zu dem Schluss gekommen, dass uns vermutlich nicht alle relevanten Informationen zur Verfügung gestanden haben. Dies auch bereits zu den bisherigen Entscheidungen nicht. Deshalb fordern wir als Fraktion, hilfsweise jedes einzelne unserer Ratsmitglieder, vollständige Akteneinsicht; und zwar umgehend. Es bleibt festzuhalten: Es liegt nicht im Ermessen, und im Besonderen entscheiden nicht Bürgermeister oder einzelne Mitglieder der Verwaltung, welche Informationen, oder Art von Informationen, den Ratsmitgliedern als Basis für Entscheidungen zur Verfügung stehen müssen. Ohne ein umfassendes Bild der Sachlage sind keine fundierten Entscheidungen zu treffen."
Laut Geseker Zeitung bezeichnete das LWL als zuständige Denkmalbehörde die bisherigen Darstellungen der Verwaltung als "Einschätzung eines Laien!"
22. Februar 2025: Archäologische Funde
Es gab schon länger Gerüchte über die "wertvollen" Funde unter dem geplanten Bereich für das neue Stadthaus. Der Patriot/Die Geseker Zeitung berichtete am 22. Februar ausführlich darüber (siehe Artikel rechts).
Unsere eigenen Recherchen ergaben dann Ähnliches und zusätzlich einen interessanten Einblick in den zeitlichen Verlauf dieser "unendlichen Geschichte". (siehe "Zeitstrahl")
Immerhin befassen wir uns schon über 10 Jahre mit dem Thema.
18. Februar 2025: Anforderung von Unterlagen
Nachdem wir zu dem Schluss kamen, dass uns nicht alle relevanten Unterlagen bekannt waren, forderten wir die Verwaltung auf, uns bisher nicht vorgelegte Unterlagen vom LWL und auch an das LWL zur Verfügung zu stellen. Außerdem baten wir um Einladung von Herrn Essling-Wintzer M.A. vom LWL zur kommenden Ratssitzung um dem Rat aus erster Hand einen Sachstandsbericht zu geben.
27. Juni 2024: Neues Stadthaus
In der Ratssitzung vom 27. fiel der Startschuss zum neuen Verwaltungsgebäude, jetzt "Stadthaus" genannt. Es soll, wie von der CDU gewünscht, auf dem Platz des ehemaligen "Haus der Vereine" entstehen.
Wir sehen auch die Notwendigkeit einer Verbesserung der Verwaltungssituation, halten das Vorhaben aber immer noch für zu teuer (!) und verweisen auf die bisher von uns gemachten Vorschläge!
Aus diesem Grund haben wir uns als Fraktion enthalten.